Poker Begriffe
Pokerglossar
7 Card Stud
7 Card Stud erhält jeder Spieler drei verdeckte und vier offene Karten. Eine Hand wird aus fünf beliebigen Karten jedes Spielers gebildet.
Active Player
Als Active Player werden alle Spieler bezeichnet, die in während einer Runde ihre Hände noch halten, also noch Chancen auf den Pot haben.
All-in
Als All-in wird eine Spielsituation bezeichnet, in der ein Spieler alle verbleibenden Chips seines Stacks in den Pot stellt. Dies kann der Fall sein, wenn die Blinds höher sind als der Stack oder auch weil ein Spieler dies aufgrund einer bestimmten Spielsituation von sich aus tut.
Anna Kournikowa
Flapsige Bezeichnung für die Hole Cards Ass, König. Analog zur russischen Ex-Tennisspielerin soll darauf angespielt werden, dass diese Hole Cards zwar gut aussehen, aber selten gewinnen.
Ante
Als Ante wird der Einsatz bezeichnet, der vor jeder Runde von jedem Spieler zusätzlich zu den Blinds zu bringen ist. Nicht in jedem Turnier ist der Ante zu bringen, dies ist abhängig von der jeweils gültigen Blindstruktur.
Bad Beat
So wird eine Hand bezeichnet, die geschlagen wird, obwohl sie den Händen der anderen Spieler eigentlich überlegen war.
Bet
Ein Bet bezeichnet das Setzen des Mindestbetrags, in der Regel in der Höhe des Big Blinds, nach dem Flop, Turn oder River. Spieler, die ihre Hand weiterhin halten wollen, müssen mindestens diesen Betrag bringen (Check).
Bet the Pot
Bet the Pot bezeichnet das Setzen eines Betrags, der genau der aktuellen Potsumme entspricht.
Big Slick
Als Big Slick wird eine Hand bezeichnet, die unter anderem aus einem Ass und einem König besteht.
Blinderhöhung
Eine Blinderhöhung, also die Erhöhung der Mindesteinsätze erfolgt entsprechend der vor Turnierbeginn festgelegten Blindstruktur in bestimmten zeitlichen Intervallen.
Blind Raise
Beim Blind Raise erhöht ein Spieler, ohne vorher seine Hole Cards angesehen zu haben.
Blinds – Small Blind, Big Blind
Die Blinds sollen verhindern, dass Spieler sich zu passiv verhalten, in dem sie nur dann am Spiel teilnehmen, wenn sie auch tatsächlich eine gute Hand halten. Daher müssen immer die beiden links vom Button sitzenden Spieler den Small Blind und den Big Blind setzen. Der Big Blind ist doppelt so hoch wie der Small Blind. Die Blinds steigen während dem Turnierverlauf entsprechend der zuvor festgelegten Blindstruktur. Der Big Blind ist gleichzeitig auch der Mindesteinsatz, um seine Hand weiter im Spiel zu halten.
Blindstruktur
Die Blindstruktur wird vor jedem Turnier vom Veranstalter festgelegt und bestimmt in welchem zeitlichen Rhythmus die Blinds während eines Turniers steigen. Kürzere Intervalle verkürzen die Turnierdauer, während größere Intervalle dementsprechend für tendenziell längere Turniere sorgen.
Bluff
Der Bluff ist ein taktisches Mittel, das mitunter ein hohes Risiko birgt. Hierbei versucht ein Spieler mit einer schlechten Hand durch einen Bet oder Raise bessere Hände vom Tisch zu nehmen, um so sich so auch mit einer schlechten Hand den Pot sichern zu können. Man kann aber auch mit einer starken Hand nur checken oder callen, um den Gegnern so eine scheinbar mittelprächtige Hand zu suggerieren, damit diese im Spiel bleiben und in den Pot einbezahlen, und man in Wirklichkeit eine sehr starke Hand hält.
Board
Unter dem Board versteht man die Spielfläche, in der Regel die Mitte des Tischs, an dem gespielt wird. Hier werden die Community-Cards gezeigt sowie der Pot gesammelt.
Board Cards
Alle Karten, die offen auf das Board gelegt werden, werden als Board Cards bezeichnet. Diese können, müssen je nach Spielvariante aber nicht zwingend auch Community-Cards sein.
Bottom Pair
Das Bottom Pair bezeichnet das niedrigste Paar, das ein Spieler nach dem Flop aus der niedrigsten Flopkarte und einer seiner Hole Cards bilden kann.
Burn Card
Bei der Burn Card handelt es sich um die Karte, die vor dem Austeilen von Karten aus dem Spiel genommen wird. Dabei wird jeweils vor dem Austeilen aller Hole Cards, des Flops, des Turns und des Rivers die oberste Karte des Stapels weggelegt, ohne dass die Spieler diese Karte sehen dürfen. Pro Spielrunde gibt es also bis zu vier Burn Cards, je nachdem bis zu welchem Zeitpunkt die Runde ausgespielt wird.
Button
Der Button liegt vor dem fiktiven Kartengeber (bei den meisten Pokerturnieren gibt es einen Dealer, der nicht selbst am Spiel teilnimmt) und zeigt optisch an, welcher Spieler diese Rolle in der jeweiligen Spielrunde ausübt.
Buy-in
Der Buy-in eines Turniers ist der Betrag, den Spieler zu bezahlen haben, um an einem Turnier teilnehmen zu können. Aus den Buy-ins aller Spieler wird in der Regel die Preisgeldsumme gebildet, die nach einem Turnier an die bestplatzierten Spieler ausgeschüttet wird. Die Anzahl der bezahlten Plätze ist von der jeweiligen Preisstruktur abhängig.
Call
Mit dem Call geht ein Spieler mit, d.h. er setzt denselben Betrag, der dem zuvor von einem anderen Spieler getätigten Bet oder Raise entspricht. Damit bleibt die Hand des Spielers weiterhin im Spiel.
Check
Mit dem Check verbleibt ein Spieler mit seiner Hand im Spiel, ohne dass er einen Einsatz bringt. Der Check ist jedoch nur möglich, wenn zuvor kein anderer Spieler einen Einsatz gemacht hat.
Check-Raise
Das Check-Raise ist eine taktische Variante, bei der zunächst gecheckt wird, um dann in derselben Setzrunde zu erhöhen, sofern man nochmals an die Reihe kommt, bevor die nächste Karte gespielt wird.
Chip Leader
Der Chip Leader ist der Spieler mit den meisten Chips bzw. dem höchsten Stack in einem Turnier oder auch an einem einzelnen Tisch. Der Chip Leader kann durch geschicktes Spielen das Geschehen am Tisch maßgeblich bestimmen.
Chips
Mit den Chips werden beim Poker die Einsätze gemacht. Es wird mit Chips verschiedener Farben oder Muster gespielt, wobei jede Farbe bzw. jedes Muster einen bestimmten Betrag symbolisiert.
Collusion
Als Collusion wird das betrügerische Handeln zweier oder mehrerer Spieler bezeichnet, die Absprachen treffen, um sich dadurch möglichst lange im Spiel zu halten.
Community-Cards
Flop, Turn und River sind die so genannten Community-Cards, die für jeden Spieler gelten. Aus der bestmöglichen Kombination aus den eigenen Hole Cards und den Community-Cards ergibt sich die Hand eines jeden Spielers, die von den anderen Händen zu schlagen ist.
Dead Blind
Als Dead Blind wird das verpflichtende Setzen eines Blinds für einen Spieler bezeichnet, der sich gerade nicht am Tisch befindet und somit aussetzt. Die Hand wird zwar ausgeteilt, danach aber sofort abgelegt.
Dealer
Die Position des Dealers wechselt nach jeder gespielten Hand im Uhrzeigersinn, also nach links. Aufgabe des Dealers ist es, die Karten für die jeweilige Runde auszugeben.
Down Cards
Die Hole Cards werden manchmal auch Down Cards genannt. Die Bezeichnung kommt daher, weil diese beiden Karten in der Regel flach auf dem Tisch vor den Spielern abgelegt werden.
Doyle Brunson
Hole Cards, die aus 10 und 2 bestehen werden auch Doyle Brunson genannt. Der gleichnamige Poker-Spieler gewann zweimal in Folge die Poker-WM, als er diese Hole Cards in der letzten Runde hielt.
Draw
Vom Draw ist die Rede, wenn ein Spieler mit der aktuellen Hand zwar noch nichts hat, ihm aber nur noch eine bestimmte Karte zu einer sehr starken Hand, z.B. Flush oder Full House, fehlt.
Drilling
Ein Drilling besteht aus drei Karten mit demselben Wert, z.B. drei Buben. Der Drilling ist schwächer als die Straße, gewinnt jedoch gegen die Paare.
Early Position
Die Early Psotion bedeutet, dass der betreffende Spieler innerhalb einer Setzrunde eher am Anfang an der Reihe ist. De ersten beiden Spieler links des Big Blinds befinden sich in der Early Position.
Flop
Mit dem Flop kommen die ersten drei Community-Cards ins Spiel. Die Karten des Flops werden gleichzeitig sichtbar. Anschließend wird eine weitere Setzrunde gespielt, bevor die weiteren Community-Cards aufgedeckt werden.
Flopspiel
Omaha und Texas Hold ´em sind so genannte Flopspiele, da bei diesen Pokervarianten mit Community-Cards gespielt wird, die jeder Spieler zum Bilden seiner Hand verwenden kann.
Flush
Der Flush ist die fünftbeste Hand und besteht aus fünf Karten derselben Farbe, z.B. 3, 6, 10, Bube und Ass in Herz. Der Flush schlägt die Straße, verliert jedoch gegen ein Full House.
Fold
Mit dem Fold legt ein Spieler seine Hand ab und steigt aus der laufenden Spielrunde aus, wenn er einen zuvor von einem anderen Spieler getätigten Einsatz nicht mitgehen möchte.
Freeroll
Bei einem Freeroll wird kein Buy-in erhoben, er ist also kostenlos. Vor allem die so genannten Satellites werden gerne als Freeroll angeboten. Geldpreise gibt es aufgrund der fehlenden Buy-ins in der Regel nicht zu gewinnen.
Full House
Das Full House ist höher als der Flush, jedoch niedriger als der Vierling. Ein Full House besteht aus einem Drilling und einem Paar.
Gambling
Vom Gambling spricht man, wenn ein Spieler sehr hohe Einsätze macht oder mitgeht, ohne dass er eine gute Hand hält. Er hofft dann darauf, die noch fehlende(n) Karte(n) irgendwo in den Community-Cards zu finden. Eine auf Dauer wenig erfolgversprechende Spielweise.
Hand
Die Hand bezeichnet die Karten, die jeder Spieler hält. Zur Hand gehören neben den Hole Cards auch die Community-Cards. Aus ihnen wird die bestmögliche Hand zusammengestellt, bestehend aus fünf Karten.
High-Low
Beim High-Low handelt es sich um eine Abwandlung bestimmter Pokervarianten. Dabei wird immer ein Split-Pot gespielt, der zu gleichen Teilen an die jeweils beste und die jeweils schlechteste Hand geht.
Höchste Karte
Die Höchste Karte wird gespielt, wenn eine Hand nicht einmal ein Paar aufweist. Die Gewinnchancen nur mit der Höchsten Karte sind sehr gering, da dabei kein anderer Spieler etwas in seiner Hand haben darf.
Hole Cards
Jeder Spieler erhält vor jeder Runde zwei Hole Cards, manchmal auch Down Cards genannt, die nur für ihn selbst sichtbar sind. Aus den Hole Cards und den Community-Cards bildet jeder Spieler die bestmögliche Hand.
Inside Straight
Die Inside Straight ist die Karte, die ein Spieler in den Community-Cards findet, die ihm eine Straße auf die Hand gibt, nachdem ihm zuvor zwischen der höchsten und der niedrigsten Karte der Straße genau diese Karte noch zur Straße gefehlt hat.
Jackpot Poker
Beim Jackpot Poker stellt der Veranstalter einen Jackpot zur Verfügung. Der Jackpot geht an den Spieler, der eine sehr starke Hand hält und trotzdem verliert. Die Hand muss mindestens eine Full House mit drei Assen gewesen sein.
Jacks-or-Better
Diese Abwandlung des Pokers ist auf alle Pokerspiele anwendbar. Dabei muss ein Spieler mindestens ein paar Buben haben, um mit dem Bieten beginnen zu dürfen.
Key Hand
Als Key Hand wird eine Hand bezeichnet, die im Verlauf eines Turniers eine Vorentscheidung oder sogar endgültige Entscheidung zu Gunsten oder Ungunsten eines Spielers bringen kann.
Kicker
Sobald zwei oder mehr Spieler die beste Hand halte, entscheidet der Kicker über den Pot. Wenn beispielsweise zwei Spieler jeweils mit einem Paar Könige vorne liegen, gewinnt der Spieler, der die ansonsten die höchste Karte hält. Ist auch der Kicker gleich, so gibt es einen Split Pot.
Late Position
Die beiden letzten Spieler, die rechts vom Button sitzen, befinden sich in der Late Position, da sie mit ihren Einsätzen erst am Ende der Setzrunde an der Reihe sind.
Lay-Down
Mit einem Lay-Down wirft ein Spieler seine Karten in die Tischmitte und steigt somit aus der laufenden Runde aus.
Limits
Je nach Spielart können die Potgrößen limitiert werden. Entweder darf die Potgröße eine bestimmte Summe nicht übersteigen oder die Erhöhungen dürfen nur innerhalb eines bestimmten Limits erfolgen.
Main Pot
Der Main Pot entspricht dem Pot, es sei denn, mindestens ein Spieler ist All-in. In diesem Fall werden Side Pots gebildet. Der Main Pot wird aus den Chips gebildet, die nicht in den Side Pots sind.
Maniac
Maniac werden solche Spieler genannt, die sich durch eine aggressive bzw. offensive Spielweise auszeichnen und sehr viele Hände spielen.
Middle Pair
Das Middle Pair bezeichnet ein Paar, das ein Spieler nach dem Flop mit der mittleren Flopkarte und einer seiner Hole Cards bilden kann.
Middle Position
In der Middle Position befinden sich alle Spieler zwischen der Early Position und der Late Position, also die Spieler die in der Mitte einer Setzrunde an der Reihe sind.
Monster
Monster wird eine sehr gute Hand genannt, mit der entsprechend Druck ausgeübt werden kann. Weiterhin werden Spieler Monster genannt, die sich im Verlaufe eines Turniers von einem der hinteren Plätze kontinuierlich nach vorne spielen und ihren Stack nach und nach erhöhen.
No Limit
Bei dieser Pokerart kann jeder Spieler beliebig hohe Einsätze machen, lediglich der Mindesteinsatz wird durch die Blinds vorgegeben. Die Potgröße ist ebenfalls nicht limitiert.
Nuts
Die Nuts bezeichnen die Hand, die zusammen aus den bereits sichtbaren Community-Cards und den eigenen, für andere nicht sichtbaren, Hole Cards die bestmögliche Hand bilden. Eine solche Hand kann von keinem anderen Spieler geschlagen werden, egal welche Hole Cards diese halten.
Offsuit
Offsuit wird eine Hand genannt, die sich aus Karten verschiedener Farben zusammensetzt.
Omaha
Omaha ist neben Texas Hold ´em das zweite Flopspiel unter den Pokerspielen. Hier gibt es vier Hole Cards und fünf Community-Cards. Eine Hand besteht aus zwei Hole Cards und drei Community-Cards.
Open-ended Straight
Ein Draw für eine Straße, der aus vier aufeinanderfolgenden Karten besteht, wird Open-ended Straight genannt. Die Hand zeigt eine Straße, wenn auf einer der beiden Seiten die noch fehlende Karte in den Community-Cards gefunden wird.
Out Button
Ein Out Button vor einem Spieler zeigt an, dass dieser momentan aussetzt, ansonsten aber noch im Turnier ist und jederzeit an den Tisch bzw. ins Spiel zurückkehren kann.
Paar
Das Paar besteht aus zwei Karten desselben Wertes, z.B. zwei Damen. Ein Paar ist die zweitschwächste Hand und gewinnt lediglich gegen die Höchste Karte.
Paints
Die drei Karten, die Bilder zeigen, also Bube, Dame und König, werden Paints genannt.
Playing the Board
Wenn ein Spieler das Board spielt, besteht seine Hand ausschließlich aus den fünf Community-Cards, da diese die beste Hand bilden. Durch das Spielen des Boards kann der Spieler maximal einen Split Pot erhalten, da sein Gegenüber ebenfalls die Community-Cards verwenden wird, sofern sich aus seinen Hole Cards keine bessere Hand bilden lässt.
Pocket bezeichnet ebenso wie die Begriffe Down Cards und Hole Cards die verdeckten Karten eines Spielers.
Pocket Pair
Beim Pocket Pair handelt es sich um ein Paar, das der Spieler in seinen verdeckten Karten hält.
Pocket Rocket
Ein Paar Asse, das ein Spieler in seinen verdeckten Karten hält, wird auch als Pocket Rocket bezeichnet.
Pot
In den Pot werden alle Einsätze einer laufenden Runde eingezahlt. Der oder die Gewinner erhalten am Ende jeder Runde den Pot. Bei zwei oder mehr Gewinnern wird dieser geteilt – Split Pot.
Pot Limit
Bei dieser Spielvariante darf maximal die Höhe des aktuellen Pots als Einsatz gebracht werden. Der Mindesteinsatz wird durch die Blinds vorgegeben.
Pre-Flop
Als Pre-Flop wird die Zeit während einer Runde bezeichnet, in der der Flop noch nicht aufgedeckt wurde und somit noch keinerlei Community-Cards im Spiel sind. Die erste Setzrunde wird bereits Pre-Flop gespielt, jeder Spieler sieht also nur seine eigenen Hole Cards.
Preisstruktur
Die Preisstruktur wird vor Turnierbeginn vom jeweiligen Veranstalter festgelegt und veröffentlicht. Aus der Preisstruktur geht hervor, welche Plätze mit welchem Preis belohnt werden.
Raise
Mit dem Raise wird ein zuvor von einem anderen Spieler getätigter Bet während einer Setzrunde nochmals erhöht, während man beim Call einfach nur mitgeht, also denselben Einsatz bringt. Das Raise ist ein taktisches Mittel, um den Druck auf die Gegner zu erhöhen.
Rap
Durch einfaches Klopfen auf den Tisch signalisiert ein Spieler, dass er checkt, also selbst keinen Einsatz machen möchte. Diese Handlung wird auch Rap genannt.
Rebuy
Bei manchen Turnieren können sich Spieler, die alle Chips verspielt haben, weitere Chips bis zur maximal beim jeweiligen Turnier zugelassenen Grenze hinzukaufen. Dieser Vorgang wird als Rebuy bezeichnet.
Re-Raise
Ein Re-Raise ist die Antwort auf einen zuvor erfolgten Raise. Durch das Re-Raise wird der Betrag nochmals erhöht. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass sich mindestens eine sehr starke Hand am Tisch befindet, wenn es zu einem Re-Raise gekommen ist.
Ring Game
Ein Ring Game ist ein Endlosspiel, bei dem ein Spieler Geld gegen Chips eintauscht. Er kann dann solange am Tisch bleiben wie er möchte. Wenn er keine Chips mehr hat, muss er wieder Chips nachkaufen, wenn er weiterspielen möchte.
River
Der River kommt als fünfte und letzte Community-Card ins Spiel. Nach dem River wird nochmals eine Setzrunde gespielt. Sollte danach noch mehr als eine Hand im Spiel sein, kommt es zum Showdown.
Royal Flush
Als Royal Flush wird ein Straight Flush bezeichnet, der aus den Karten 10 bis Ass in derselben Farbe besteht. Der Royal Flush kann nicht geschlagen werden, ist aber äußerst selten und begegnet einem Spieler, wenn überhaupt, meistens nur einmal im Leben.
Runde / Spielrunde
Als (Spiel)Runde wird ein Ablauf bezeichnet, der mit dem Setzen der Blinds beginnt und durch den Showdown beendet wird.
Satellite
Als Satellite wird ein Qualifikationsturnier bezeichnet, bei dem sich der oder die Sieger für ein Hauptturnier qualifizieren können, das ansonsten nur über einen höheren Buy-in zugänglich ist.
Seating List
Die Seating List ist eine Warteliste, auf der sich Spieler eintragen können, sofern alle verfügbaren Plätze belegt sind. Die Spieler dürfen dann in der Reihenfolge, in der sie auf der Seating List stehen, am Spiel teilnehmen, sobald wieder Plätze frei werden.
Setzrunde
Auf jede Kartenausgabe folgt eine Setzrunde. Jede Setzrunde beginnt bei dem Spieler, der im Uhrzeigersinn am nächsten zum Button, also links davon, sitzt.
short stacked
Short stacked zu sein bedeutet, dass ein Spieler weniger Chips besitzt als seine Gegner, mit denen er um den Pot einer Runde spielt. Er befindet sich also in der schlechteren Ausgangslage.
Showdown
Zum Showdown kommt es, sobald alle Hände bis auf maximal eine, die in der laufenden Runde noch im Spiel sind, All-in sind oder spätestens nach der letzten Setzrunde, die auf den River folgt. Der Showdown klärt die Frage nach dem Gewinner der jeweiligen Runde.
Side Pot
Wenn ein oder mehrere Spieler All-in sind, werden Side Pots gebildet. Ein Spieler, der All-in ist, kann von jedem Spieler maximal die Menge an Chips gewinnen, die er selbst noch einsetzen konnte. Im Gewinnfall bekommt dieser Spieler den ihm zustehen Anteil des Main Pots, eben den Side Pot.
Split Pot
Zu einem Split Pot kommt es, wenn zwei oder mehr Spieler eine Hand desselben Wertes halten, z.B. ein Paar Asse und einen Buben als Kicker.
Stack
Als Stack wird die gesamte Chipmenge eines jeden Spielers bezeichnet. Zu Beginn eines Turniers müssen alle Stacks gleich hoch sein.
Straight Flush
Der Straight Flush ist eine beliebige Straße in einer Farbe. Ein Straight Flush kann nur mit einem Royal Flush geschlagen werden, ist aber auch dementsprechend selten.
Straße
Eine Straße besteht aus fünf Karten mit aufeinanderfolgenden Werten in verschiedenen Farben, z.B. 6 bis 10. Eine Straße gewinnt “nur“ gegen den Drilling und die Paare und ist schwächer als ein Flush.
Texas Hold ´em
Texas Hold ´em, oder auch nur Hold ´em genannt, ist das mittlerweile wohl populärste Pokerspiel. Es zählt neben Omaha zu den so genannten Flopspielen, da es neben zwei verdeckten Hole Cards mit vier Community-Cards gespielt wird.
Tight
Tight ist eine Bezeichnung für einen eher passiven Spieler. Tights spielen nur wenige Pots, in der Regel dann, wenn sie eine gute Hand haben. Es kann jedoch auch als taktisches Mittel Verwendung finden.
Top Pair
Das Top Pair bezeichnet das Paar, das ein Spieler nach dem Flop mit der höchsten Karte des Flops und einer seiner Hole Cards bilden kann.
Turn
Der Turn ist die vierte Community-Card und folgt auf den Flop. Nach dem Turn wird eine Setzrunde gespielt. Sollte danach noch mehr als eine Hand im Spiel sein, wird der River aufgedeckt.
Turniergebühr
Manche Turnierveranstalter verlangen neben dem Buy-in noch eine Turniergebühr. Die Turniergebühr wird nicht im Rahmen des Preisgeldpools ausbezahlt, sondern wird vom Veranstalter einbehalten.
Vierling
Der Vierling, oder auch Poker genannt, ist die dritthöchste Hand nach dem Royal Flush und dem Straight Flush. Vier Karten desselben Wertes, z.B. vier Könige, bilden einen Vierling.
World Series of Poker
Die World Series of Poker, abgekürzt: WSOP, ist die größte und lukrativste Turnierserie im Poker. Im Rahmen der WSOP nehmen die besten Spieler der Welt an Pokerturnieren rund um den Globus teil. Der Höhepunkt der WSOP steigt alljährlich im Juli in Las Vegas, dem Mekka des Pokers schlechthin.
Zwei Paare
Zwei Paare bezeichnen eine Hand, die zwei verschiedene Paare aufweist, z.B. zwei Buben und zwei Siebenen. Damit ist diese Hand stärker als das Paar, unterliegt jedoch dem Drilling.

